Funktionsweise
AS-i ist ein Feldbus zum Anschluss von Sensoren, wie z. B.
Lichtschranken und von
Aktoren, wie z. B. Pneumatikzylinder,
die ein sehr geringes Datenvolumen übertragen, über eine ungeschirmte Zweidrahtleitung (Abbildung
2). Die
Datenübertragung erfolgt über dieselbe Leitung wie die Stromversorgung der Teilnehmer (24 V). Die maximale
Bitrate
beträgt 167 kbit/s. Der maximale Leitungsabstand ist ca. 100 m und es können bis zu 31 oder 62 Teilnehmer
angeschlossen
werden. Mithilfe von Repeatern kann der maximale Abstand erweitert werden.
Die Bussteuerung erfolgt durch einen Master. Er steuert die
Teilnehmer, d. h. er fragt
die Sensoren der Reihe nach ab.
Dazu überträgt er an die Aktoren der Reihe nach Signale und wiederholt dies zyklisch. Die Zykluszeit hängt
von der Zahl
der angeschlossenen Slaves ab und beträgt maximal 5ms (bei 31 Teilnehmern). Eine Nachrichtenübertragung
besteht aus
einem Masteraufruf mit 14 Bits, einer Masterpause mit 18 µs bis 60 µs Dauer und einer Teilnehmernachricht
mit 7 Bits
sowie einer Teilnehmerpause mit 6 µs Dauer (Abbildung 3). In den 14 Bits der Masternachricht gibt
es 5
Bits für die
Adressierung der 31 Teilnehmer (Slaves) und 5 Bits für Informationen an den Teilnehmer. Der Teilnehmer
überträgt an den
Master 4 Datenbits, z. B. den Schaltzustand des Sensors oder auch eine Fehlermeldung.
Jeder Busteilnehmer hat bis zu vier binäre Eingänge und bis zu vier
binäre Ausgänge.
Eines der Ausgangsbit kann als
weiteres Adressbit verwendet werden (ab AS-i 2.11). Dann sind bis zu 62 Teilnehmer möglich. Die Zykluszeit
verdoppelt
sich auf 10 ms.
Über Kommandos kann der Master einen Teilnehmer in den Grundzustand
bringen (Reset),
seine Adresse löschen, eine neue
Adresse eintragen sowie einen Status lesen oder löschen. Bei der Installation eines
AS‑i‑Feldbusses muss
ein Teilnehmer
nach dem anderen adressiert werden. Es gibt Mastermodule, die diese Initialisierungsmaßnahme weitgehend
automatisch
vornehmen. Über den Master, der meist als PC-Karte oder als SPS-Modul realisiert ist, wird auch eine
Nachrichtenübertragung zu nachgeordneten Systemen, z. B. zu einem Ethernet-LAN möglich (Gateway).
Die AS‑i‑Anschaltung besteht aus einem hochintegrierten
Schaltkreis im Sensor bzw.
Aktor. Zur Ankopplung sonstiger
Teilnehmer gibt es Anwendermodule mit IC, in die die Busleitung nur eingelegt werden muss (Abbildung 4
und
5).
Über
Kontaktspitzen wird ohne Leitungsunterbrechung der Kontakt hergestellt (Durchdringungsdorne oder auch
Vampir-Kontakte).
Standardsensoren und Standardaktoren werden meistens über M8-, M12-Schraubverbindungen oder
PG-Verschraubungen in
Verbindung mit Käfigzugfederklemmen an die AS‑i‑Module angeschlossen. In manchen Fällen sind
auch nur
einfache Klemmen
vorhanden. Dies findet man z. B. dann, wenn das Modul in einem Schaltschrank oder Verteilerkasten
eingesetzt
werden
soll. Werden Sensoren oder Aktoren, z. B. Ventilinseln, mit integrierter AS‑i, sogenannte
intelligente
Sensoren/Aktoren,
angeschlossen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, diese AS‑i‑Teilnehmer direkt an die
Flachleitung
anzuschließen.